Naturbestattungen und Bestattung außerhalb vom Friedhof

Weitere Bestattungsarten

Naturbestattungen & Ökologie

Wir versuchen, bei allem was wir tun und bei allen Särgen, Urnen und Decken immer auch an die Umwelt zu denken. Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und ökologisch abbaubare Produkte. Das ist leider nicht bei allen Särgen möglich, aber wir haben uns deshalb einen Sarg bauen lassen, der mit nachwachsenden Holz aus der Region, regional hergestellt wird und in der Oberfläche lediglich gewachst ist. Auch die Innenauskleidungen eines Sarges sollten zu 100 % biologisch abbaubar sein. Da sind wir auf einem sehr guten Weg.. Zudem haben wir keine metallischen Urnen, sondern ausschließlich biologisch abbaubare Urnen.

Waldfriedhof Altenböddeken

Auf dem wunderschön gelegenen Waldfriedhof Altenböddeken werden ausschließlich ökologisch abbaubare Urnen beigesetzt. Für jeden Verstorbenen wird eine Steinplatte mit dem Namen, Geburts-und Sterbedatum hergestellt. Die Steinplatten verbinden sich in einer Stele und wachsen so wie die Bäume um sie herum. Jede Grabstelle kostet 685,00 €. Wohnort und Konfession sind für die Bestattung auf dem Waldfriedhof Altenböddeken nicht von Bedeutung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Waldfriedhofs Altenböddeken.

Waldfriedhof Altenböddeken

Weitere Naturbestattungen

Ruheforst Bad Driburg
Seit dem Jahr 2006 besteht der Ruheforst in Bad Driburg, ca. 15 Minuten Autofahrt von Brakel und 20 Minuten von Paderborn entfernt. Hier werden ähnliche Bestattungsformen angeboten wie im Friedwald. Die Bäume sind in verschiedene (Preis-)Kategorien aufgeteilt. (660,00 € pro Stelle bis 6220,00 € für einen Familien/Freundesbaum). Beisetzungen können an jedem Werktag stattfinden. (Video unter Videos & Fotos)

Friedwald Borchen-Nonnenbusch
Zunächst die Information, dass Friedwald keine Bestattungsform ist, sondern eine Firma. Die Bestattung in einem Friedwald setzt ebenfalls eine Einäscherung voraus. In einem Waldstück zwischen Borchen und Dörenhagen werden bis zu 20 Urnen an einem Baum beigesetzt. Die Ruhezeit ist nicht unbegrenzt, sondern wurde im Jahr 2018 von 99 Jahre auf 20 Jahre reduziert. Beisetzungen können, anders als im Ruheforst und auf dem Waldfriedhof Altenböddeken, nur Freitags und Samstags stattfinden. Die Preise belaufen sind pro Stelle von 490,00 € (Basisplatz) bis 6990 € für einen Familien/Freundesbaum. Mitgebrachte Blumen müssen nach der Beisetzung direkt wieder entfernt werden. (Video unter Videos & Fotos)

Recomposing
Wie werden Menschen in 30 Jahren bestattet? Genauso wie heute durch das Verbrennen oder durch Körperbestattunge? Was ist ökologisch eigentlich sinnvoller oder gibt es vielleicht sogar eine gute Alternative? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die ungewöhnliche Facharbeit unserer Tochter Paula im Leistungskurs Englisch, die bundesweit in 2 Fachzeitschriften veröffentlicht wurde und am Mauritius Gymnasium Büren mit der Note "Sehr Gut" bewertet wurde. Es lohnt sich, den Artikel ""Nachhaltigkeit und Kompostierung" zu lesen. (Video unter Videos & Fotos)

Waldfriedhof Bergerbos
Die Naturruhestätte St. Odilienberg wurde 2003 als erste Naturruhestätte der Niederlande eröffnet. Hier besteht die Möglichkeit der Bestattung von Urnen, es können aber auch Särge in diesem Wald bestattet werden. Da es viele Menschen gibt, die ohne eine Verbrennung natürlich bestattet werden möchten, wäre dies eine sehr gute Alternative. Diese Form einer Sargbestattung im Wald ist in Deutschland nicht möglich. (Video unter Videos & Fotos)


Darg man eine Urne auch im eigenen Garten bestatten:

Man darf auch nach dem Bestattungsgesetz NRW unter bestimmten Voraussetzungen die Asche eines Verstorbenen auch außerhalb eine Friedhofs bestatten. Dies ist geregelt im § 15 Absatz 6 des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz - BestG NRW)
Auszug: "Soll die Totenasche auf einem Grundstück außerhalb eines Friedhofs verstreut oder ohne Behältnis vergraben werden, darf die Behörde dies genehmigen und durchführen, wenn diese Art der Beisetzung schriftlich bestimmt und der Behörde nachgewiesen ist, dass der Beisetzungsort dauerhaft öffentlich zugänglich ist; der Genehmigung sind Nebenbestimmungen beizufügen, die die Achtung der Totenwürde gewährleisten.

Außer in Deutschland, Österreich und Italien gilt die Urne immer als bestattet wenn sie den Angehörigen ausgehändigt wird. Deshalb lassen einige Familien die Urne eines Verstorbenen vom Krematorium aus in die Niederlande verschicken, um sie dann da in Empfang zu nehmen, sie gilt dann nach niederländischen Recht als bestattet. Wird die Urne dann jedoch wieder mit nach Deutschland genommen, muss sie trotzdem offiziell auf einem Friedhof bestattet werden. Erfolgt dies nicht, wird dies als "Ordnungswidrigkeit" geahndet.